Klinik für Innere Medizin I - Schwerpunkt für Kardiologie, Schlaganfalleinheit

Standort: Krankenhaus Hetzelstift

Herzlich Willkommen in der Medizinischen Klinik I

Liebe Patientinnen und Patienten,

hiermit möchte ich Sie sehr herzlich willkommen heißen auf den Seiten  der Medizinischen Klinik I. Unsere Klinik versorgt vorzugsweise Patienten mit Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, mit hohem Blutdruck, mit Schlaganfällen sowie Durchblutungsstörungen und bietet zudem die Möglichkeit der spezialisierten Behandlung von Patienten mit Nierenerkrankungen.

Unsere Abteilung versteht sich als innovative Klinik, die moderne Behandlungsmethoden orientiert an den christlichen Idealen unseres Hauses kombiniert und damit den hohen Ansprüchen versucht gerecht zu werden. Hierzu gehört auch das Bestreben, neue Therapieformen aus der Forschung rasch zu übernehmen, aber auch eigene wissenschaftliche Aktivitäten darzustellen.
In diesem Bereich sowie im Bereich der sogenannten invasiven Kardiologie (siehe Publikationsliste und Lebenslauf des Chefarztes) liegt eine besondere Expertise vor.

Die konsequente Umsetzung von neuesten medizinischen Verfahren verbunden mit einem hohen Qualitätsniveau haben dazu geführt, dass die Medizinische Klinik 1  im Jahr 2012 von Seiten des Gesundheitsministeriums Rheinland-Pfalz als  „Schwerpunkt für Kardiologie“  anerkannt wurde. Zudem ist die Medizinische Klinik 1 zertifizierter Schwerpunkt für Hypertonie (hoher Blutdruck). 

Wir legen  darüber hinaus insbesondere Wert auf Fürsorge und Zuwendung der uns anvertrauten Patienten, aber auch in der Aus- und Weiterbildung unserer Ärzte. Wöchentliche Fortbildungen und das Studium von internationalen Zeitschriften sollen dieses erreichen. In unserer Klinik bieten wir die volle Weiterbildungsermächtigung für Innere Medizin gemeinsam mit Herrn Prof. Dr. Grüne (Medizinische Klinik II) an, es liegt außerdem die volle Weiterbildungsermächtigung für das Fach „Kardiologie“ vor. Die Weiterbildungsermächtigung für Nephrologie beträgt  12 Monate.
Das Organigramm  unserer Abteilung gibt Ihnen  einen Überblick über die Zuständigkeiten in der Abteilung, dieses können sie mit nebenstehendem Link unter „Infomaterial“ aufrufen.

Besondere Anstrengungen werden unternommen, um ein hohes Qualitätsniveau zu garantieren. Hierzu gehört das systematische Erfassen von Komplikationen und die Reaktion darauf sowie die regelmäßig stattfindenden Fallbesprechungen.
Im Rahmen der Qualitätssicherung haben wir für verschiedene Krankheitsbilder klinikinterne Standards entwickelt, die eine gleichmäßig gute Qualität gewährleisten sollen.

Bereits seit dem Jahr 2007 wird außerdem an unserer Klinik ein hochmodernes Herzkatheterlabor betrieben, wobei eine „Rund-um die-Uhr-Versorgung“  von Patienten mit akutem Herzinfarkt sicher gestellt ist.  Das bedeutet,  daß zu jeder Tages- und Nachtzeit rasche Hilfe möglich ist.
In unserem Zentrum werden auch diverse seltene Spezialeingriffe wie Verschluss von Löchern im Herzen (sogenannter PFO- , ASD- und VSD-Verschluss) und Klappensprengungen (siehe Infobox „Herzvorhof“ und „Klappensprengung“) häufig durchgeführt, zudem der Verschluss des Vorhofohres bei Patienten mit Vorhofflimmern, bei denen kein Marcumar gegeben werden darf (siehe hierzu auch Infomaterial rechts im Bild, dort finden Sie auch unseren Klinikflyer).

Als Modellprojekt innerhalb der Marienhaus GmbH inzwischen anerkannt ist die Übermittlung des Elektrokardiogrammes aus dem Notarztwagen in die Klinik, so dass im Falle eines frischen Herzinfarktes rasch und zielgerichtet im Herzkatheterlabor geholfen werden kann.

Die Implantation von Herzschrittmachern, von implantierbaren Defibrillatoren sowie von sogenannten "biventrikulären Herzschrittmachern" (Herzschrittmacher zur Stärkung der Herzkraft, siehe Infobox „Herzschwäche“)) gehören außerdem zum Repertoire unserer Klinik. 

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Untersuchung von Patienten mit Herzrhythmusstörungen. Hierbei  werden in einem zweiten Herzkatheterlabor spezielle Untersuchungen durchgeführt (sogenannte elektrophysiologische Untersuchungen oder „EPU“), um Rhythmusstörungen zu diagnostizieren und zu behandeln. Hierbei werden bestimmte Leitungsbahnen  am Herzmuskel verödet, sodass der Patient geheilt werden kann (z. B. bei Vorhofflattern oder anderen Rhythmusstörungen mit akzessorischen Bahnen).

Die gesamte nicht-invasive Diagnostik (Echokardiografie, transösophageale Echokardiografie, 3-D Echokardiografie, Kardio-CT und Kardio-MRT) wird komplett vorgehalten und teilweise in enger Kooperation mit der Klinik für Radiologie durchgeführt (siehe hierzu auch die weiteren Internetseiten der Klinik).  Hierdurch kann bei vielen Patienten auf die Durchführung einer Herzkatheteruntersuchung verzichtet werden.

Zudem eingeführt wurde die sogenannte renale Denervation, hierbei handelt es sich um ein Verfahren, welches bei Patienten mit nicht einstellbarem hohem Blutdruck Anwendung findet. Hierbei werden in einem kleinen Eingriff in örtlicher Betäubung im Herzkatheterlabor Nervenfasern im Bereich der Nierenadern verödet, wodurch der hohe Blutdruck sinkt (siehe hierzu auch Infomaterial).

Als einiges von wenigen Zentren weltweit wird zudem die Stammzelltherapie bei Patienten nach grossem Herzinfarkt durchgeführt, wodurch die Folgeschäden am Herzen verringert werden können (siehe hierzu Infomaterial).

Auf der internistisch geführten Intensivstation werden alle Patienten mit kritischen Erkrankungen aus dem Bereich Herz-Kreislauf, Schlaganfall oder Nierenschwäche behandelt, wobei alle modernen Verfahren der Intensivtherapie inklusive Herzpumpe (sogenannte IABP) verfügbar sind.

Wir betreiben ausserdem an unserer Klinik eine sogenannte Schlaganfallseinheit („stroke unit“), wobei Patienten mit einem frischen Schlaganfall in einem interdisziplinären Team  betreut werden können. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Behandlungseinheit ist die Auflösungsbehandlung, wodurch Patienten mit einem Schlaganfall sehr oft geheilt werden können.

In der  Laienaufklärung sind die Klinik und Herr Dr. von Korn stark engagiert. Zahlreiche Vorträge und Veranstaltungen wie Tage der offenen Tür in der Abteilung sollen helfen, die wichtigsten Krankheitsbilder zu erklären. Falls Sie selbst Interesse an einem Vortrag des Chefarztes haben, können Sie sich sehr gerne an das Sekretariat der Klinik wenden.

Ein weiteres Prinzip unserer Klinik ist, dass wir eng mit Selbsthilfegruppen zusammen arbeiten. Wir glauben, dass in vielen Fällen Betroffene sehr gut Ihre Empfindungen und Eindrücke schildern und Betroffenen helfen können. Hier ist insbesondere die Deutsche Herzstiftung zu nennen, der Verein "Stiftung Ein Herz für die Pfalz e. V." (www.ein-herz-fuer-die-pfalz.de),  wir arbeiten außerdem mit der Selbsthilfegruppe für Patienten nach Implantation eines Defibrillators zusammen und  mit der Schlaganfall-Selbsthilfegruppe in Haßloch.


Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Stöbern auf unseren Seiten,
Ihr
Dr. med. Hubertus von Korn
Chefarzt der Medizinischen Klinik 1

Leistungsspektrum

Die Medizinische Klinik 1 ist ausgewiesener Schwerpunkt für Kardiologie und Hypertensiologie

Invasive Kardiologie
Siehe hierzu  auch das Kapitel „Linksherzkathetermessplatz“ weiter unten.

Elektrophysiologie
In einem zweiten Herzkatheterlabor werden diagnostische elektrophysiologische Untersuchungen („EPU“)  inklusive der Behandlung von Herzrhythmusstörungen („Ablation“) durchgeführt. Hierdurch können in vielen Fällen Patienten von anfallsweisem Herzrasen komplett geheilt werden, da durch diese Behandlung elektrische Bahnen am Herzen dauerhaft unterdrückt werden. 

Einpflanzen von Herzschrittmachern

  • alle Systeme
  • 1-, 2- und 3-Kammergeräte (CRT, sogenannter biventrikulärer Schrittmacher zur Steigerung der Herzkraft, (siehe zusätzliches Infomaterial „Herzschwäche“ in der Infobox) ), kernspintauglicher Herzschrittmacher
  • implantierbare Defibrillatoren

 

Nicht-invasive Bildgebung: Echokardiografie
Angeboten werden alle Arten von Echokardiografie (transthorakale Echokardiografie, Ultraschall durch die Speiseröhre, sogenanntes „TEE“, 3-dimensionale echokardiografische Bildgebung [siehe hierzu gesondertes Kapitel am Ende der Übersicht] und Stressechokardiografie (Herzultraschall unter Belastung).

Nicht-invasive Bildgebung: Kardio-CT
Hier verweisen wir auf das spezielle Kapitel, welches Sie in der Übersicht der Medizinischen Klinik 1 am Schluss (vorletztes Kapitel)  finden.

Nicht-invasive Bildgebung: Kernspintomografie des Herzens
Gemeinsam mit der Klinik für Radiologie besteht seit Anfang des Jahres 2011 die Möglichkeit, das Herz  mit der Kernspintomografie zu untersuchen. Es handelt sich hier um eine ganz neue Methode, die insbesondere bei Patienten mit Schäden des Herzmuskels sehr wichtige Informationen für die Ärzte liefern kann. Insbesondere die gefährliche Herzmuskelentzündung (sogenannte "Myokarditis") kann mit diesem Verfahren in bisher unbekannter Präzision erkannt werden.

Mit dieser ganz neuen Diagnosemethode hat die Medizinische Klinik 1 am Hetzelstift  erneut einen wichtigen Schritt in Richtung eines kardiologischen Maximalversorgers getan, wodurch sämtliche diagnostischen und therapeutischen Aspekte der modernen Herz- und Gefäßmedizin abgedeckt sind.

Schwerpunkt für Hypertensiologie
Die Medizinische Klinik ist zertifizierter Schwerpunkt für Hypertonie (hoher Blutdruck). Zwei speziell geschulte Oberärzte sind hier mit zuständig. Patienten, die einen erstmals diagnostizierten hohen Blutdruck haben oder auch Patienten, bei denen der hohe Blutdruck sich trotz Therapie nicht einstellen lässt, werden hier systematisch weiter untersucht und behandelt. In diesem Rahmen ist auch ein Screening in Bezug auf Patienten mit „Schlafapnoesyndrom“ möglich, wobei bei diesen Patienten eine abnorme Tagesmüdigkeit mit häufigem Einschlafen tagsüber wie auch schlechtem Nachtschlaf auftritt, was wiederum den Blutdruck erhöhen kann.

Renale Denervation – eine faszinierende neue Methode zur Behandlung des nicht einstellbaren hohen Blutdruckes
Falls trotz aller Bemühungen der Blutdruck nicht sinkt, wird  an unserer Klinik die renale Denervation angeboten. Hierbei werden in einem kleinen Eingriff in örtlicher Betäubung im Herzkatheterlabor Nervenfasern im Bereich der Nierenadern verödet, wodurch der hohe Blutdruck sinkt (siehe hierzu auch Infomaterial).

Ein lebensrettendes Kleidungsstück: Die Lebensweste
Neu eingeführt wurde in der Medizinischen Klinik I die "Lebensweste (life vest)". Hierbei handelt es sich um eine Weste, in die ein kompletter Defibrillator zur Therapie von lebensgefährlichen Rhyhtmusstörungen eingebaut ist. Der Vorteil dieses Gerätes ist, das bei Patienten, bei denen eine Besserung von lebensgefährlichen Rhyhtmusstörungen zu erwarten ist, auf die Implantation eines kompletten Defibrillatorsystems verzichtet werden kann ohne der Gefahr des plötzlichen Herztodes. Ein im wahren Sinne lebensrettendes Kleidungsstück! 

Angiologie (Gefäßerkrankungen)
Strömungsdarstellende Ultraschalltechnik (Doppler und Farbduplex-Sonographie) sowie Frequenzspektrumanalyse, Gehstrecken- und Verschlussdruck-Messung zur Erkennung von Gefäßerkrankungen.

Neurologie
• Schlaganfall-Intensiveinheit (Stroke-Unit)
• Auflösungsbehandlung bei Schlaganfall
• Enge Zusammenarbeit mit unseren Abteilungen für Radiologie und Gefäßchirurgie (Herr Dr. M. Wenk)
• Transösophageale Echokardiographie (Herzecho von der Speiseröhre aus)
• Transkranielle Doppleruntersuchung
• Neurologische Betreuung durch Herrn Peter Sander, Facharzt für Neurologie, Oberarzt und Leiter der Schlaganfallstation  und dem Bereitschaftsdienst der ortsansässigen niedergelassenen neurologischen Fachärzte.
• Doppler und Duplexsonographie der hirnversorgenden Arterien
(extra- und intracraniell)
• Klinische Neurophysiologie (EEG, NLG, AEP, VEP, SEP)
• Neuroradiologie: Bildgebende Verfahren
• Computertomographie und Magnetresonanztomographie
 
Schlaganfallpatienten
Patienten mit Schlaganfall werden auf einer spezialisierten Intensivstation, der Stroke Unit, behandelt. Eine Behandlung zur Gerinnselauflösung (Lysetherapie) wird ebenfalls routinemäßig und mit großem Erfolg eingesetzt. Auf dieser Station steht ein Team von spezialisierten Ärzten, Neurologen und Pflegekäften für Sie bereit.
Bei sehr jungen Patienten haben wir einen klinikeigenen Standard zur Abklärung von seltenen Ursachen von Schlaganfällen entwickelt, der bei unbekannter Ursache eines Schlaganfalles zur Anwendung kommt.
 
Dialyse und Nephrologie
• Ein weiteres Behandlungsfeld ist die Blutwäsche (Dialyse), die von spezialisierten Ärzten, teilweise in Koooperation mit einer Praxis für Dialyse, auch im Hetzelstift angeboten wird.
• Diese Patienten werden schwerpunktmäßig von Oberärztin Dr. Silke Kapper (Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie) betreut.
• Nierenbiopsien werden in enger Kooperation mit der Klinik für Urologie durchgeführt, um bei unklaren Fällen die Ursache einer Nierenschwäche zu klären.
• Dialysezentrum  im Krankenhaus Hetzelstift


Wissenschafltiche Aktivitäten
Die Medizinische Klinik 1 ist wissenschaftlich aktiv, insbesondere im Bereich der sogenannten "invasiven Kardiologie", also bei der modernen Therapie im Herzkatheterlabor.
Die Abteilung ist sowohl selbst Initiator von wissenschaftlichen Studien und nimmt auch an multizentrischen Studienreihen teil.
Die wissenschaftlichen Schwerpunkte der Abteilung beschäftigen sich mit der Therapie von Verzweigungsstenosen (Bifurkationen), dem transradialen Zugang, seltenen Formen von Herzmuskelerkrankungen (Tako-Tsubo-Kardiomyopathie), und der Therapie mit einem medikamentös beschichteten Ballon.
Eine hohe Ehrung erfuhr der Chefarzt der Mediznischen Klinik 1 (Dr. med. H. v. Korn) als er in den wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung berufen wurde. Es handelt sich hier um die grösste bundesweite Organisation von Interessenten, Patienten und Angehörigen, die sich für die Belange herzkranker  Menschen einsetzt.

Ambulantes Angebot und Geräteausstattung

  • Sprechstunde für Privatpatienten bei Dr. von Korn
  • Untersuchung von Herzschrittmacher-Patienten nach Zuweisung durch den Facharzt
  •  

Geräteausstattung 

  • Echokardiographie-Gerät mit Doppler und Farbdoppler 
  • Stressechokardiographie-Gerät
  • Belastungs-EKG 
  • Multiplane TEE-Sonde (Schluckecho), 3-D Echo
  • Links- und Rechtsherzkatheter 
  • Elektrophysiologischer Arbeitsplatz, EPU/Ablation 
  • Doppler- und Farbduplex-Gerät 
  • Bodyplethysmographie-Gerät mit Diffusionsmessung (großer Lungenfunktionsmessplatz) 
  • Kleines Schlaflabor (Schlafapnoe-Screening) 
  • Neurologisches Funktionslabor (EEG, evozierte Potentiale, Elektromyographie, Nervenleitgeschwindigkeit, transkranieller Doppler) 
  • Angiologisches Funktionslabor (Laufband für Gehstreckenmessung, Frequenzspektrumanalyse) 
  • 24-Stunden-EKG 
  • 24-Stunden-Blutdruck 
  • Herzschrittmacher-Kontroll- und Programmiergerät 
  • Herzrhythmusanalysegerät 
  • Kardio-CT und Kardio-MRT in Kooperation mit dem Institut für Radiologie am Krankenhaus Hetzelstift

Linksherzkathetermessplatz

Im Herzkatheterlabor werden sowohl diagnostische Untersuchungen (Links- und Rechtsherzkatheter) als auch Behandlungen mit dem Ballonkatheter (sogenannte Aufdehnung von Engstellen) sowie der Einsatz von medikamentös beschichteten und von unbeschichteten Metallstützen („Stents“) durchgeführt.

Besondere Schwerpunkte sind der Herzkatheter von der Armarterie aus, der sogenannte transradiale Zugang. Bei dieser Methode muss der Patient nicht mehr nach der Untersuchung im Bett liegen und kann gleich wieder aufstehen.

Besondere Erfahrung liegt außerdem bei komplizierten Eingriffen vor, so z. B. bei der sogenannten Wiedereröffnung verschlossener Koronararterien, der Therapie von Verzweigungsstenosen,  der Anwendung von Schutzfiltern bei Eingriffen an Bypassgefässen („Protektionssysteme“), der Anwendung von Absaugkathetern („Thrombektomie“) sowie bei allen Notfalleingriffen inklusive der Anwendung der intraaortalen Ballonpumpe (Herzunterstützung) bei allen Formen des kardiogenen Schocks (Herzschock z. B. durch einen akuten Herzinfarkt).

Bei einer lebensbedrohlichen Lungenembolie entfernen wir das Gerinnsel im Herzkatheterlabor durch pulmonale Thrombektomie.

Seit April 2007 bieten wir einen kompletten 24-h Rufdienst zur Behandlung von akuten Herzinfarkten an. Das bedeutet, dass eine hochspezialisierte Versorgung von Herzpatienten im Herzkatheterlabor jederzeit möglich ist.

Wir bieten zudem die Möglichkeit, sehr harte und verkalkte Engstellen an den Herzkranzgefäßen mit einem diamantenbeschichteten Bohrkopf zu behandeln (sogenannte Rotablation). Dieses stellt eine wichtige Erweiterung im Behandlungsspektrum dar und kann eine Herzoperation in vielen Fällen ersparen.

Behandlung von Engstellen
Eine neue Behandlungsmethode zur Behandlung von Engstellen im Herzen bzw. den Herzkranzgefäßen wird im Hetzelstift bereits seit 2010 angewendet: Die Behandlung mit einem medikamentös beschichteten Ballon. Hierbei kann auf den Einsatz einer Metallstütze (Stent) ggfs. verzichtet werden.

Weitere Behandlungsmethoden
Als weiterer Schwerpunkt werden Löcher in den Herzvorhöfen (sogenanntes PFO und ASD) im Herzkatheter verschlossen, was den Patienten eine Operation am offenen Herzen erspart (siehe zusätzliches Infomaterial „Herzvorhof“ in der Infobox). Die Technik der sogenannten transseptalen Punktion wie auch die Durchführung von Perikardpunktionen (Herzbeutelpunktion) und Biopsien (Probenentnahmen aus dem Herzmuskel) gehört ebenfalls zum Repertoire der Klinik.

Besondere Therapieverfahren
Neue Therapieverfahren wie die Aortenklappensprengung, die Verödungsbehandlung bei der sogenannten hypertrophen Kardiomyopathie („TASH“), die sogenannte „retrograde Rekanalisation“ (Spezialeingriff zur Wiedereröffnung verschlossener Herzkranzgefäße) konnten seit 2009  erfolgreich in der Klinik etabliert werden (siehe zusätzliches Infomaterial „Aortenklappensprengung“, „Verödungsbehandlung“ und „retrograde  Rekanalisation“ in der Infobox).
Eine neue Methode erlaubt die Beurteilung von Engstellen im Bereich der Herzkranzgefäße dadurch, dass durch winzige Drähte der Blutfluss direkt im Herzen gemessen werden kann (sog. Flussmessung oder "FFR"). Durch dieses Verfahren kann z. B. beurteilt werden, inwiefern eine im Röntgenbild erkannte Engstelle eine Bedeutung für den Blutfluss im Herzen hat.

Vorhofohrverschluss bei Patienten mit Unverträglichkeit von blutverdünnenden Medikamenten
Bei Patienten mit einer Unverträglichkeit von blutverdünnenden Medikamenten, die sich z. B. durch schwere innere Blutungen zeigen kann, bieten wir die Möglichkeit des interventionellen Verschluss des linken Vorhofohres im Herzkatheterlabor an. Hierbei wird der Entstehungsort von Blutgerinnseln im Herzen (nämlich das sogenannte „Vorhofohr“) in örtlicher Betäubung durch ein Metallschirmchen verschlossen, sodass die Blutverdünner abgesetzt werden können und so der Patient dennoch vor Durchblutungsstörungen geschützt bleibt.

Tragbare Herzlungenmaschine für schwerkranke Patienten
Als eines von wenigen Zentren in Deutschland besteht bei uns die Möglichkeit,  im Herzkatheterlabor eine tragbare miniaturisierte Herzlungenmaschine einzusetzen.
Mit diesem ganz neu am Markt befindlichen System können zudem besonders komplizierte Eingriffe im Herzkatheterlabor überhaupt erst ermöglicht werden. "Wir sind froh und stolz, dass wir zu den wenigen Zentren weltweit gehören, die dieses lebensrettende Gerät vor Ort haben", so freut sich Dr. Hubertus von Korn, Chefarzt der Abteilung. Es handelt sich hier um eine echte Herz-Lungenmaschine ("Lifebridge"), wie sie sonst bei großen Herzoperationen eingesetzt wird und welche einen kompletten Ersatz der Funktionen von Herz und Lunge erlaubt.

Stammzelltherapie nach Herzinfarkt  - weltweit nur an wenigen Zentren angeboten
Bei einem Herzinfarkt stirbt auch bei optimaler Therapie oftmals ein größerer Teil des Herzmuskels ab. Hierdurch wird das Herz insgesamt geschwächt, was der Patient im Verlauf oft durch ausgeprägte Luftnot oder dem Auftreten von geschwollenen Beinen bemerkt. Außerdem können andere Komplikationen dadurch auftreten, wie zum Beispiel lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen.

Insofern ist das Bestreben, bei den Patienten mit akutem Herzinfarkt hier die Durchblutung am Herzmuskel rasch wieder komplett herzustellen.

Wenn jedoch dennoch ein größerer Herzmuskelschaden aufgetreten ist, welcher zum Beispiel durch eine Herzultraschalluntersuchung einfach festgestellt werden kann, gibt es an wenigen Zentren in Europa und weltweit die Möglichkeit, körpereigene Stammzellen direkt in den Herzmuskel zu transplantieren. Hierzu wird vor diesem Eingriff aus dem Knochenmark des Beckenkammes Material abgesaugt und durch einen sehr komplizierten Verarbeitungsprozess werden die dort vorhandenen Stammzellen gewonnen. Diese Stammzellen haben die Möglichkeit, sich in alle möglichen Formen von weiteren Körperzellen, so auch Herzmuskelzellen, weiterzuentwickeln und können insofern helfen, den Schaden am Herzmuskel zu reduzieren.

Hierbei werden dann die sogenannten „autologen Knochenmark-Progenitorzellen“ gewonnen und am Tag nach der Entnahme des Knochenmarks direkt in den Herzmuskel wieder transplantiert.
Die wissenschaftlichen Daten hierzu sind ausgesprochen ermutigend und zeigen, dass sowohl der Funktionsverlust des Herzmuskels reduziert sowie auch die folgende Herzschwäche für den Patienten vermindert werden kann.

Qualitätsmanagement im Herzkatheterlabor
Das systematische Qualitätsmanagement im Herzkatheterlabor wird in unserer Klinik besonders beachtet. Neben der bundesweit geforderten Dokumentation aller Eingriffe im so genannten „BQS-System“ haben wir im Hetzelstift noch eine zusätzliche Form der Qualitätskontrolle eingeführt. Hierbei werden alle möglichen Komplikationen, die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehen könnten, systematisch erfasst und in regelmäßigen Abständen ausgewertet. Entscheidend hierbei ist, dass die Ergebnisse dieser Auswertung eine direkte Auswirkung auf die Patientensicherheit haben, da umgehend bei Auffälligkeiten entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität ergriffen werden.

Wissenschaftliche Schwerpunkte
Die wissenschaftlichen Schwerpunkte der Abteilung beschäftigen sich mit der Behandlung von sogenannten Verzweigungsstenosen (Bifurkationen), dem transradialen Zugang, dem akuten Koronarsyndrom, seltenen Formen der Kardiomyopathie (sogenannte Tako-Tsubo-Kardiomyopathie), der Behandlung von Wiederverschlüssen („Restenosen“) von Stents mit einem beschichteten Ballon, Vorhofohrverschluss bei Patienten mit Vorhofflimmern und dem Einsatz innovativer Medikamente zur Beschichtung von Koronarstents.

Neue Einblicke ins Herz - ohne Katheter: das neue Kardio-CT

Die koronare Herzerkrankung zählt zu einer der häufigsten Todesursachen in den westlichen Ländern -  fast 150.000 Patienten sterben jedes Jahr daran. Eine frühzeitige Diagnose könnte diesen Personen das Leben retten.

Die bekannten Risikofaktoren wie hoher Blutdruck, Rauchen, Zuckererkrankung sowie Fettstoffwechselstörung führen hierbei zu einer zunehmenden Verengung und Verkalkung  der Herzkranzgefäße, wobei sich dann unterschiedliche Manifestationsformen dieser gefährlichen Erkrankung zeigen. Diese  reichen von wiederholt auftretenden Brustschmerzen (Angina pectoris) bis zu dem sogenannten akuten Koronarsyndrom wie  Herzinfarkt und dem Auftreten von plötzlichen Todesfällen infolge akuter Durchblutungsstörungen.

Die bisherigen diagnostischen Maßnahmen umfassen neben einer gründlichen Erhebung der Krankengeschichte sowie einer körperlichen Untersuchung das EKG, die Herzultraschalldiagnostik sowie das Belastungs-EKG und – falls notwendig – die Durchführung einer Herzkatheteruntersuchung.

Seit kurzem gibt es eine neue Möglichkeit, hier ohne einen Herzkatheter sich ein präzises Bild von den Herzkrankgefäßen sowie auch von den anderen Strukturen des Herzens zu machen.

Durch Anschaffen eines modernen Computertomographen im Jahre 2012 sowie einer aufwändigen zusätzlichen Software ist es nun möglich, auch im Hetzelstift diese Untersuchung durchzuführen.

Aufgrund seiner hohen Geschwindigkeit und Detailgenauigkeit erlaubt unser neuer Computertomograph von Siemens hier sicherere und schnellere Diagnosen der Herzkranzgefäße als je zuvor - ganz ohne einen Eingriff.

Der neue CT zeigt feinste anatomische Einzelheiten in bisher unerreichter Klarheit und Detailschärfe - bei gleichzeitiger Verringerung der Strahlendosis um bis zu 50%.

Die moderne Computertomographie des Herzens erlaubt heute den Nachweis von Verkalkungen der Herzkranzgefäße mit sehr hoher Verlässlichkeit. Koronar-Kalk findet sich auch in den Frühstadien einer Arteriosklerose (Gefässverkalkung), wenn Patienten noch keine Beschwerden verspüren. Wissenschaftliche Studien zeigen zunehmend seinen wichtigen Stellenwert in der Prognose.

Die Kalkmenge kann gut quantifiziert werden, so dass Folgeuntersuchungen nach Jahren Rückschlüsse auf die Entwicklung der Erkrankung oder die Wirksamkeit einer Therapie zulassen.

Indikationen - bei wem ist ein Kalk-CT sinnvoll?

  • Patienten, bei denen aufgrund der konventionellen Risikofaktoren ein mittleres Risiko für einen Herzinfarkt besteht.
  • Bessere Abschätzung des Herzinfarktrisikos bei Männer über 40 Jahre und Frauen über 50.
  • Prognostische Abschätzung des Risikos bei Patienten mit KHK.

Mit dem Kalk-CT wird die Menge des Kalks an den Herzkranzgefäßen gemessen und in Form eines standardisierten Scores aufgelistet. Ein Score von 0 bedeutet, dass an den Herzkranzgefäßen kein Kalk als Ausdruck einer Gefäßerkrankung gefunden wurde und der Patient daher ein sehr niedriges Risiko für das Vorliegen einer koronaren Herzerkrankung hat. Reine Fetteinlagerungen in die Gefäßwand, die noch nicht verkalkt sind, können mit dieser Methode nicht erfasst werden. Hierfür ist zusätzlich die Gabe von Kontrastmittel nötig („Koronar-CT"). 
 
 
Bei der Auswertung dieser Untersuchung besteht  eine enge Kooperation der Klinik für Radiologie (Chefärzte Dr. Gallo, Dr. Jung, Dr. Arens) und der Medizinischen Klinik I (Chefarzt Dr. von Korn). Falls sich der  Verdacht auf eine Durchblutungsstörung des Herzens darstellen lässt, kann die dann ggfs. notwendige Herzkatheteruntersuchung in der Klinik durchgeführt werden.

Bei diesem faszinierenden neuen Projekt erlaubt hochmoderne Technologie den direkten Blick in das Herz.

Team

Dr. med. Hubertus von Korn

Chefarzt

Telefon:(06321) 859-4000
Telefax:(06321) 859-4009
E-Mail:h.​vonkorn@​new.​marienhaus-​gmbh.​de

Kamalesh Chakraborty

Oberarzt

Telefon:(06321) 859-4001
Telefax:(06321) 859-4009
E-Mail:k.​chakraborty@​new.​marienhaus-​gmbh.​de

Dr. med. Jan Hemker

Oberarzt

Telefon:(06321) 859-4001
Telefax:(06321) 859-4009
E-Mail:j.​hemker@​new.​marienhaus-​gmbh.​de

Dr. Silke Kapper

Oberärztin

Telefon:(06321) 859-4001
Telefax:(06321) 859-4009
E-Mail:s.​kapper@​new.​marienhaus-​gmbh.​de

Dr. Stephanie Bodenseh

Oberärztin

Telefon:(06321) 859-4001
Telefax:(06321) 859-4009
E-Mail:s.​bodenseh@​new.​marienhaus-​gmbh.​de

Dr. Victor Stefan

Oberarzt

Telefon:(06321) 859-4001
Telefax:(06321) 859-4009
E-Mail:v.​stefan@​new.​marienhaus-​gmbh.​de

Dr. Georgia Walbrach

Oberärztin Neurologie

Telefon:(06321) 859-4001
Telefax:(06321) 859-4009
E-Mail:g.​walbrach@​new.​marienhaus-​gmbh.​de

Christian Walbrach

Oberarzt

Telefon:(06321) 859-4001
Telefax:(06321) 859-4009
E-Mail:c.​walbrach@​new.​marienhaus-​gmbh.​de

Anca Ioana Purice

Fachärztin

Telefon:(06321) 859-4001
Telefax:(06321) 859-4009
E-Mail:a.​purice@​new.​marienhaus-​gmbh.​de

Andrey Simeonov

Facharzt

Telefon:(06321) 859-4001
Telefax:(06321) 859-4009
E-Mail:a.​simeonov@​new.​marienhaus-​gmbh.​de

Adela-Bianca Goldis

Assistenzärztin

Telefon:(06321) 859-4001
Telefax:(06321) 859-4009
E-Mail:a.​goldis@​new.​marienhaus-​gmbh.​de

Stefanie Mireisz

Assistenzärztin

Telefon:(06321) 859-4001
Telefax:(06321) 859-4009
E-Mail:s.​mireisz@​new.​marienhaus-​gmbh.​de

Omar Sabhan

Assistenzarzt

Telefon:(06321) 859 4001
Telefax:(06321) 859 4009
E-Mail:o.​sabhan@​new.​marienhaus-​gmbh.​de

Marija Dimitrijevic

Telefon:(06321) 859-4001
Telefax:(06321) 859-4009
E-Mail:m.​dimitrijevic@​new.​marienhaus-​gmbh.​de

Fiona Walzenbach

Assistenzärztin

Telefon:(06321) 859-4001
Telefax:(06321) 859-4009
E-Mail:f.​walzenbach@​new.​marienhaus-​gmbh.​de

Oussama Sammoud

Assistenzarzt

Telefon:(06321) 859-4001
Telefax:(06321) 859-4009
E-Mail:s.​oussama@​new.​marienhaus-​gmbh.​de

Zuständigkeiten (Organigramm)

Dreidimensionaler Herzultraschall

Im Frühjahr des Jahres 2009 wurde in der Medizinischen Klinik I im Hetzelstift eine bisher nur an wenigen Orten verfügbare ganz neue Methode der Untersuchung des Herzens etabliert. Mit einem speziellen Herz-Ultraschall ist es nun ab sofort möglich, Strukturen im Bereich des Herzens dreidimensional darzustellen. Dieser faszinierende Blick in das Herz erlaubt eine sehr genaue Untersuchung bei Herzklappenfehlern und hilft bei komplizierten Eingriffen im Herzkatheterlabor wie dem Verschluss von Löchern im Herzen. Weiterhin bieten wir die konventionelle Echokardiografie, die transoesophageale Echokardiografie (Schluck-Echo) und die Stress-Echokardiografie an.

Klinik für Innere Medizin I - Schwerpunkt für Kardiologie, Schlaganfalleinheit

Leitung

Dr. med. Hubertus von Korn

Chefarzt

Telefon:(06321) 859-4000
Telefax:(06321) 859-4009
E-Mail:h.​vonkorn@​new.​marienhaus-​gmbh.​de

Sekretariat

Margit Arnold

Telefon:06321 859-4001
Telefax:06321 859-4009
E-Mail:Sekretariat.​Medklinik1(at)new.​marienhaus-​gmbh.​de

Elke Siener

Telefon:06321 859-4001
Telefax:06321 859-4009
E-Mail:Sekretariat.​Medklinik1(at)new.​marienhaus-​gmbh.​de
Telefon:06321 859-4001
Telefax:06321 859-4009
E-Mail:Sekretariat.​Medklinik1(at)new.​marienhaus-​gmbh.​de

Sprechstunden

Sprechstunde 
Chefarzt Dr. Hubertus von Korn

nach Vereinbarung 

 

Sekretariat und Anmeldung  

Margit Arnold

Elke Siener

Tel.: 06321 859-4001 

Fax: 06321 859 4009 

Email: sekretariat.medklinik1@new.marienhaus-gmbh.de 

 

 
  
Sprechstunde

Montag, Dienstag und Donnerstag nach Vereinbarung 

Krankenhaus Hetzelstift

Stiftstraße 10
67434 Neustadt
Telefon:06321 859-0
Telefax:06321 859-8009
Internet:www.hetzelstift.dewww.hetzelstift.de