Intensivpflege - Informationen für Angehörige

Ein Ihnen nahestehender Mensch wird auf unserer Intensivstation behandelt. 
Was dem Gefühl nach schon lange vermutet wurde, ist jetzt auch durch Untersuchungen wissenschaftlich belegt, nämlich dass die Anwesenheit von vertrauten Personen den Genesungsprozess positiv beeinflussen kann.
Sie sind für uns als Angehörige ein wichtiger Bestandteil in der Pflege und Behandlung Ihrer Angehörigen. 
Sie können durch Anteilnahme, Trost und Berührung emotionalen Beistand leisten. Wie viel davon für Ihren Angehörigen gut ist, können Sie am besten einschätzen. Auch scheinbar bewusstlose Patienten können vieles von dem wahrnehmen, was um sie herum vorgeht. 
Geben Sie Ihrem Angehörigen Informationen über alltägliche Dinge und beziehen Sie ihn mit ein. Zeigen Sie, dass Sie sich kümmern und motivieren Sie zum Mitmachen. Geben Sie das Gefühl, dass Sie aufpassen und beschützen.
Persönliche Gegenstände wie Bilder, CD-/MP3-Player, Bücher, Zeitschriften, Laptop etc. können gerne mitgebracht werden.

Im Folgenden versuchen wir, Ihnen einige der meist gestellten Fragen zu beantworten.

Was geschieht eigentlich auf der Intensivstation?
Ihr Angehöriger befindet sich auf der Intensivstation, weil er schwerwiegend erkrankt ist und eine intensive Überwachung, Pflege und medizinische Behandlung braucht.
Das kann zum Beispiel nach einer großen Operation, bei schweren Entzündungen, nach Erkrankungen des Herzens, nach einem Schlaganfall oder anderen schweren Erkrankungen der Fall sein.
Wir wollen mögliche Komplikationen frühzeitig erkennen, müssen Körperfunktionen erhalten oder wieder herstellen.

Wer arbeitet auf der Intensivstation?
Die größte Berufsgruppe bildet das Pflegepersonal. Dieses ist speziell für die Arbeit auf der Intensivstation geschult oder hat eine Zusatzausbildung absolviert. Einige Mitarbeiter haben sich in verschiedenen Bereichen spezialisiert und geben ihr Wissen in zahlreichen Fortbildungen und in der Praxis weiter. 
Von den Ärzten sind nach einer Operation intensivmedizinisch die Anästhesisten zuständig, die sehr eng mit den Operateuren (zum Beispiel Chirurgen oder Urologen) zusammenarbeiten.
Patienten mit inneren Erkrankungen werden durch Internisten der jeweiligen Fachrichtung behandelt.
Weitere Mitarbeiter wie Stationssekretärinnen, Physiotherapeuten,  MTA und Reinigungskräfte unterstützen ebenfalls die Behandlungsprozesse.

Was sind das alles für Apparate und Schläuche?
Ein Teil der Geräte, Kabel und Schläuche dient zur lückenlosen Kontrolle lebenswichtiger Körperfunktionen wie Herz, Kreislauf, Atmung und Ausscheidung.
Die Kabel geben Messwerte an einen Monitor weiter, auf dem diese als Kurven und Zahlen zu sehen sind. Weichen diese Werte von eingestellten Alarmgrenzen ab, gibt der Monitor verschiedene Warntöne ab. Da die Messungen sehr empfindlich sind, kommt es häufiger zu falschen Alarmen, was abgesehen vom Lärm nicht schlimm ist. Auch wenn kein Personal im Zimmer ist, wird der Alarm über eine zentrale Monitoranlage erkannt, sodass alle Patienten immer sicher sind. Wenn nicht gleich jemand reagiert, kann das daran liegen, dass der Alarm als nicht so dringend erkannt wurde.
Andere Geräte unterstützen zum Beispiel die Atmung, reinigen das Blut, steuern die Flüssigkeitsmenge der Infusionen oder verabreichen Medikamente.
Aber keine Angst, trotz all der Technik steht immer noch der Mensch im Mittelpunkt unseres Handelns.

Wer gibt mir Auskünfte?
Bitte einigen Sie sich innerhalb Ihrer Familie auf eine Person, die uns – mit Zustimmung Ihrer Angehörigen – als Ansprechpartner dient und hinterlassen Sie deren Namen und Telefonnummer. Diese Person kann uns jederzeit telefonisch erreichen und unter Verwendung eines Codewortes mit uns oder den Ärzten sprechen.
Bitte haben Sie aber Verständnis dafür, dass Pflegepersonal am Telefon keine Auskünfte über den Gesundheitszustand geben darf.
Für persönliche Gespräche mit den behandelnden Ärzten stehen wir dem zuständigen Ansprechpartner im Prinzip jederzeit zur Verfügung. Als besonders günstig bietet sich hierfür der Zeitraum zwischen 13 und 15 Uhr an.
Sollte Ihnen eine Patientenverfügung und / oder eine Vorsorgevollmacht vorliegen, bringen Sie diese bitte mit.
Wünschen Sie seelsorgerische Begleitung, sprechen Sie uns an. Wir stellen gerne einen Kontakt zu unserer Krankenhausseelsorge her.

Ansprechpartner

Dirk Schmidt

Pflegedirektor

Telefon:(06321) 859-8003
Telefax:(06321) 859-8009
E-Mail:dirk.​schmidt@​marienhaus.​de

Sekretariat

Petra Orlemann

Telefon:06321-859-8001
Telefax:06321-859-8009
E-Mail:p.​orlemann@​new.​marienhaus-​gmbh.​de
Telefon:(06321) 859 8001
Telefax:(06321) 859 8008
E-Mail:(06321) 859 8001

Krankenhaus Hetzelstift

Stiftstraße 10
67434 Neustadt
Telefon:(06321) 859-0
Telefax:(06321) 859-8009
Internet:www.hetzelstift.dewww.hetzelstift.de