Arthrose - wenn der Knorpel schwindet

Wiederholungstermin am 13. Dezember 2017 ab 18 Uhr über konservative und operative Behandlungsformen in der Volkshochschule, Hindenburgstr. 14 67433 Neustadt/ Weinstraße

15.10.2017

Wiederholungstermin 13.12.2017 in der Volkshochschule, Hindenburgstr. 14   67433 Neustadt

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Über Arthrose in allen ihren Formen sowie die möglichen Ursachen, Symptome, Diagnose, Vorbeugung und Therapie werden die Zuhörer an diesem Vortragsabend im Marienhaus Klinikum Hetzelstift von zwei Spezialisten informiert: Dr. Scheinzbach, niedergelassener Facharzt für Orthopädie, informiert über die konservativen Möglichkeiten; Privatdozent Dr. Wölfl, Chefarzt am Marienhaus Klinikum Hetzelstift, zeigt die modernen und neuesten Therapieoptionen für einen Gelenkersatz auf. 

Circa fünf Millionen Frauen und Männer leiden in Deutschland an Arthrose, der am weitesten verbreiteten und schmerzhaften Gelenkkrankheit: am häufigsten tritt sie an Händen, Knien und Hüften auf, aber auch alle anderen Gelenke können betroffen sein - oder mehrere Gelenke gleichzeitig. Doch während bei einer Hüftgelenks-Arthrose beide Geschlechter gleichermaßen betroffen sind, leiden Frauen im Alter doppelt so häufig an einer Arthrose der Knie- und Fingergelenke wie Männer.

„Die Betroffenen leiden i. d. Regel unter Schmerzen, Entzündungsschüben, Verdickung und Verformung sowie beginnenden Einsteifungen“, erläutert Privatdozent Dr. Wölfl.  „Ziel unserer Behandlung ist, die Schmerzen der Betroffenen zu lindern und die Bewegungsfähigkeit wiederherzustellen“. Arthrosebeschwerden treten schrittweise auf und verstärkten sich im Laufe der Zeit. „Gerade nach längerer Ruhephase, wie morgens beim Aufstehen oder nach längerem Sitzen, kommt es zu Schmerzen und einem Steif­heitsgefühl in den Gelenken“, ergänzt Dr. Scheinzbach. Bei fortschreitender Krankheit werden die Gelenke unbeweglicher und steifer, Bewegungen sind mit großen Schmerzen verbunden. Hinzu kommt ein Druckschmerz der betroffenen Gelenke, schließlich treten die Schmerzen auch in Ruhe auf, und nicht selten ist dann auch nachts an ein Durchschlafen nicht mehr zu denken. Zudem werden immer mehr alle Bereiche des Gelenks in Mitleidenschaft gezogen: Knorpel, Knochen, Sehnen und Bänder verändern sich immer weiter.


Entlasten, Schmerzen reduzieren

In der konservativen Behandlung wird zunächst versucht, die erkrankten Gelenke zu entlasten und vor Fehl- und Überlastungen zu schützen. Bei Knie-, Hüft- und Wirbelsäulen-Arthrose  lautet die Empfehlung, ein eventuelles Übergewicht abzubauen und, wo es passt, orthopädische Hilfen einzusetzen. Bewegung und belastungsfreier Sport helfen ebenfalls, das Fortschreiten der Arthrose zu verlangsamen, wie auch die Muskulatur zu stärken durch Krankengymnastik und physikalische Therapie, Elektro- und Ergotherapie. Medikamentös sind schmerzlindernde und entzündungshemmende Arzneimittel wichtige Pfeiler, in manchen Fällen kann Hyaluronsäure oder PRP (Thrombocytenreiches Blutplasma) zur besseren Heilung eingesetzt werden.

Wenn die Operation notwendig ist

Wenn eine operative Behandlung ansteht, können vielfältige Methoden zum Einsatz kommen: z. B. arthroskopische Verfahren (Gelenkspiegelungen) insbesondere an Knie, Schulter, Ellenbogen, Hand und Hüfte. Auch Umstellungs­operationen zur Optimierung des Kraftflusses und zur Normalisierung der Achsenverhältnisse können in bestimmten Fällen durchgeführt werden. Bei jüngeren Patienten sind Knorpelzelltransplantationen möglich, wenn die Schäden jedoch zu weit fortgeschritten sind, muss auch hier ein Kunstgelenk in Betracht gezogen werden.

„Bei älteren Patienten führt der künstliche Gelenkersatz an Knie, Hüfte, Schulter und am Sprunggelenk  zu sehr guten Ergebnissen mit Schmerz­freiheit und Wiederherstellung der Funktion“, erklärt Chefarzt Dr. Wölfl weiter. Im Bereich des Sprungge­lenks, des Hand- und Ellenbogengelenks sowie der Wirbelsäule seien auch gelenkversteifende Operationen immer noch von Bedeutung. „Auf jeden Fall ist bei den Kunstgelenken ein abgestuftes und individuell auf den Patienten zugeschnittenes Verfahren zu wählen – nur dann kann die Operation zum Erfolg führen“, ist der erfahrene Operateur überzeugt.

Sowohl die konservativen als auch die operativen Möglichkeiten der Arthrosebehandlung werden bei dem Vortrag am Mittwoch, 18. Oktober ab 18 Uhr im Marienhaus Klinikum Hetzelstift von Dr. Michael Scheinzbach und PD Dr. Christoph Wölfl vorgestellt.

Über drei Millionen Menschen haben allein in Deutschland bereits ein künstliches Gelenk. Jährlich werden etwa 200.000 künstliche Hüftgelenke, 150.000 künstliche Kniegelenke sowie 12.000 künstliche Schultergelenke eingesetzt. Wichtig ist dabei die Wahl des richtigen Verfahrens für den Patienten.

 

 

Marienhaus Klinikum Hetzelstift Neustadt/Weinstraße

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