Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie
Diabetologin der DDG
Hypertensiologin DHL
Die demographische Entwicklung unserer Bevölkerung wird zu einem weiter zunehmenden Anteil alter Menschen führen. Daraus erwachsen besondere Ansprüche:
Es bedarf einer spezialisierten Versorgung dieser Patientinnen und Patienten durch Altersmedizinische Fachabteilungen, aber auch die Vernetzung dieser spezialisierten Abteilungen mit anderen Fachdisziplinen wie z.B. der Orthopädie und Unfallchirurgie ist von entscheidender Bedeutung. Nur so kann eine optimale ganzheitliche Versorgung von geriatrischen Patientinnen und Patienten – unabhängig der zugrundeliegenden Erkrankung – gewährleistet werden.
Eine weitere große Herausforderung stellt auch der damit vorauszusehende Ressourcenverbrauch im Gesundheitswesen mit den sich anschließenden sozioökonomischen Problemen dar. Wir nehmen daher die qualitativ, hochwertige Versorgung von geriatrischen Patientinnen und Patienten im Krankenhaus als eine der zentralen gesundheitspolitischen aber auch gesellschaftspolitischen Herausforderungen der Zukunft war. Gerade die Zahl von Patientinnen und Patienten mit sogenannte Altersfrakturen wird weiter zunehmen.
Auch die Anforderungen der Patientinnen und Patienten an ein gute Behandlung haben sich gewandelt – bedeutete ein Bruch des Oberschenkels vor einigen Jahrzenten bei alten Menschen noch oftmals den Tod oder schwere Pflegebedürftigkeit, steht heutzutage der Erhalt der Autonomie und damit der Lebensqualität im Vordergrund.
Das Alterstraumatologische Zentrum (ATZ) am Marienhaus Klinikum Hetzelstift besteht im Kern aus der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgieund Sporttraumatologie (Dr. David Eschmann) und der Klinik für Innere Medizin 3 - Geriatrie (Dr. Silke Kapper). Wichtige Kooperationspartner sind die Interdisziplinäre Zentrale Notaufnahme, die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie, Palliativmedizin sowie das Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie. Prinzipiell kann aber jede notwendige Fachabteilung des Hetzelstift bei Bedarf hinzugezogen werden.

Hierzu zählen wir Knochenbrüche nach Unfall oder Sturz wie Brüche von:
Altersfrakturen bedürfen einer spezialisierten operativen Versorgung (zeitnahe Operation, in der Regel sogenannte Belastungsstabile Versorgung).
Die Aufnahme unserer Patientinnen und Patienten erfolgt in der Regel über die Zentrale Notaufnahme, wo die Notfallversorgung und Behandlungsplanung erfolgt (wie die Behandlung von Schmerzen, Anfertigung von Röntgenbildern etc.).
Patientinnen und Patienten über 65 Jahre, die einen der genannten Brüche aufweisen und aufgrund der vorliegenden gesundheitlichen Probleme als altersmedizinische Patientinnen und Patienten eingestuft werden erhalten im Marienhaus Klinikum Hetzelstift eine interdisziplinäre Behandlung in unserem AltersTraumaZentrum.
Neben der bestmöglichen orthopädisch-unfallchirurgischen Behandlung erfolgt zeitnah eine gemeinsame Betreuung durch Altersmediziner. Für die operative Versorgung inklusive Narkose, aber auch die Altersmedizinische Behandlung existieren einheitliche Standards im Zentrum.
Bei allen Patientinnen und Patienten fahnden wir nach sogenannten Geriatrischen Syndromen (typische Alterserkrankungen wie Störungen der Beweglichkeit, Sturzrisiko, Ernährungsstörungen, Nachlassen der geistigen Leistungsfähigkeit und weiteres). Es erfolgt eine Betreuung durch spezialisierte Pflegekräfte und Therapeuten sowie unseren Sozialdienst bei Bedarf.
Durch regelmäßige gemeinsame Visiten und sogenannte „Teamgespräche“, in denen die beschriebenen Berufsgruppen anwesend sind wird ein individueller Behandlungsplan für jeden Patienten erstellt, der Erfolg aber auch regelmäßig überprüft. Dies ermöglicht uns Patientinnen und Patienten mit Altersfrakturen unter bestmöglicher Nutzung vorhandener Ressourcen zu behandeln und mit dem Ziel der Wiedererlangung größtmöglicher Selbstständigkeit zu versorgen. Ziel ist die Rückkehr unserer Patienten in ihre ursprüngliche häusliche und soziale Umgebung.
Durch die beschrieben Abläufe wie in unserem ATZ kommt es, wie in wissenschaftlichen Untersuchungen nachgewiesen, zu einer verringerten Sterblichkeit und weniger Komplikationen bei unseren Patientinnen und Patienten, der Behandlungserfolg lässt sich aber auch durch messbare Ergebnisse überprüfen und nachvollziehen.
Regelmäßige Fortbildungen und ein Qualitätsmanagementsystem erhalten zudem den Behandlungserfolg.