





Physiotherapeutin

Ergotherapeutin

Logopäde

Logopädin

Dipl. Sozialarbeiterin/- pädagogin (FH); Gesundheits- und Krankenpflegerin

Gesundheits- und Krankenpflegerin; Bachelor of Arts


Gesundheits- und Krankenpflegerin, Geriatrische Fachkraft
Die Geriatrie beschäftigt sich mit den speziellen Anforderungen älterer Menschen. Häufige Krankheitsbilder sind beispielsweise: Schlaganfall, Diabetes, Demenz, Herzinfarkt, Herzerkrankung, Kreislaufkollaps, Synkope oder durch einen Sturz zugezogene Brüche, aber auch das Feld der Schmerztherapie und Infektionserkrankungen wie Lungenentzündungen.
Unser Ziel ist es, die alten Menschen so zu behandeln, dass sie nach dem Krankenhausaufenthalt besser versorgt sind als vorher. Die Patienten werden teilweise als geheilt entlassen oder soweit stabilisiert, dass sie weiterhin selbständig zu Hause leben können. Als dritte Alternative werden für sie entsprechende Hilfsmittel und Pflegedienste organisiert, um die adäquate Versorgung auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus sicherzustellen.
Um das zu erreichen, brauchen die Mediziner einen breit aufgestellten Therapieansatz. Zum geriatrischen Team gehören Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Logopäden und Sozialarbeiter. Dadurch wird ein umfassendes Bild des Patienten gewonnen, das mehr umfasst als eine ausschließliche medizinische Perspektiv. In der Geriatrie ist die Pflegekraft, die eine spezielle Ausbildung zur geriatrischen Pflegefachkraft absolviert hat, eine tragende Säule der Therapie und ein wichtiger Teil des Teams.
Das Spektrum der Geriatrie am Marienhaus Klinikum Hetzelstift wurde im unter Frau Dr. Kapper um die Schwerpunkte Diabetologie, Nephrologie und Neurologie erweitert. Zusätzlich erfolgte 2025 die Zertifizierung als Alterstraumazentrum. Dort arbeiten Spezialisten aus Unfallchirurgie und Geriatrie von der Aufnahme bis zur Entlassung vertrauensvoll und aufeinander abgestimmt zusammen, um den besonderen Bedürfnissen des geriatrischen Unfallpatienten gerecht zu werden.
Die Betten der Geriatrie finden Sie auf Station 6.0
Geriatrie bedeutet Altersheilkunde oder Altersmedizin. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass es nicht nur Erkrankungen gibt, die im Alter gehäuft auftreten, sondern auch Erkrankungen, die im Alter einer besonderen Behandlungsform, einer besonderen Form der Medikamentenversorgung sowie einer spezifischen Frührehabilitation bedürfen. Die Geriatrie befasst sich schwerpunktmäßig mit Erkrankungen und Unfallfolgen älterer Menschen, die zum Verlust der Selbstständigkeit führen. Ältere Menschen sind häufig mehrfach krank, weshalb diese besonders verletzliche Gruppe von Menschen eine auf ihre Bedürfnisse spezialisierte Medizin braucht.
Die demographische Entwicklung in Deutschland führt zu einem kontinuierlichen anstieg des Anteils älterer und hochbetagter Menschen. Damit einhergehend nehmen Multimorbidität, funktionelle Einschränkungen, Pflegebedürftigkeit sowie komplexe medizinische und psychosoziale Versorgungsbedarfe zu.
Deshalb erfordert diese Entwicklung in allen Bereichen der Gesellschaft Veränderungen, um den Belangen der älteren Menschen mit ihren spezifischen medizinischen, funktionellen und psychosozialen Bedürfnissen gerecht zu werden.
Ältere Patientinnen und Patienten im Krankenhaus benötigen aufgrund altersassoziierter psychologischer und pathophysiologischer Besonderheiten eine spezifisch angepasste medizinische Betreuung, um von den oftmals gravierenden Folgen einer Akuterkrankung zu erholen und ihre funktionellen Fähigkeiten sowie ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu erhalten oder wiederherzustellen.
Neben der krankheitsspezifischen medizinischen Versorgung stehen der Erhalt und die Wiedergewinnung der Funktionalität im Vordergrund. Diese ist eng mit der Bewahrung der Autonomie sowie einer guten Lebensqualität verbunden. Zahlreiche Studien zeigen, dass funktionelle Einschränkungen und Pflegebedürftigkeit durch eine strukturierte, spezialisierte geriatrische Behandlung deutlich reduziert werden können.
Die Geriatrie ist die medizinische Spezialdisziplin, die sich mit den physischen, psychischen, funktionellen und sozialen Aspekten der Prävention, Diagnostik, Therapie, Rehabilitation und palliativen Begleitung älterer Menschen befasst.
Die Klinik für Innere Medizin III behandelt Patientinnen und Patienten mit akuten Erkrankungen und der Notwendigkeit zur stationären Krankenhausbehandlung, die zudem in ihrer Selbstständigkeit bedroht sind. Alle Fachabteilungen des Marienhaus Klinikum Hetzelstift können bei Bedarf konsiliarisch (beratend) zur Behandlung hinzugezogen werden. Somit können wir unseren teilweise schwerkranken Patientinnen und Patienten eine qualitativ sehr hochwertige, umfassende Behandlung anbieten.
Die Aufnahme von Patientinnen und Patienten erfolgt oft als Notfall über unsere zentrale Notaufnahme oder durch planbare Einweisung über niedergelassene Kollegen.
Behandlungsziele sind neben der Stabilisierung der lebenswichtigen Funktionen sowie der Ursachensuche zur Vermeidung von Wiederholungsereignissen vor allem auch die Frührehabilitation der eingetretenen Funktionsverluste und somit die Wiederherstellung bzw. Erhaltung der Selbstständigkeit und die Verringerung von Pflegebedürftigkeit. Die Klinik für Innere Medizin III besteht seit 2018 und behandelt geriatrische Patientinnen und Patienten im Rahmen einer geriatrischen Komplextherapie.
Die erforderlichen MDK- Strukturprüfungen wurden immer erfolgreich absolviert und sind aktuell schon bis Ende 2028 genehmigt.
Seit Übernahme der Chefarztposition durch Frau Dr. Silke Kapper im April 2023 konnte das Leistungsspektrum deutlich erweitert werden. Die Bettenkapazität wurde auf 50 Betten erhöht.
Geriatrische Patientinnen/ Patienten sind in der Regel:
- Patienten über 65 Jahre + Multimorbidität oder
- alle Patienten über 80 Jahre
bei denen aufgrund erhöhter Vulnerabilität ein erhöhtes Risiko für Funktionsverlust, Autonomieverlust und Pflegebedürftigkeit besteht.
Kennzeichnend sind komplexe geriatrische Syndrome, ein erhöhter Rehabilitationsbedarf sowie ein gleichzeitiger Krankenhausbehandlungsbedarf.
Dieser umfasst sämtliche akut internistischen Krankheitsbilder, Unfallfolgen, Parkinson- und Begleiterkrankungen, akute und chronische Knochen- und Gelenkerkrankungen, Amputationen, chronische Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Lungen-erkrankungen, operativ und konservativ behandelte Traumata, Gelenkersatzoperation, neurochirurgische und andere Operation, akute und chronische Verwirrtheitszustände, Demenzerkrankungen mit Begleitmorbidität, Multimorbidität und spezielle geriatrische Krankheitsbilder, die Sturzinkontinenz, Funktionseinschränkungen mit oder ohne soziale Beeinträchtigung.
Der geriatrische Patient ist ein Mensch, der sich durch Multimorbidität und besonderen geriatrischen Syndromen auszeichnet.
Wesentliche Aufgabe des geriatrischen Teams ist es herauszufinden, welche der vielen Krankheiten Auswirkungen auf die körperliche, geistige und seelische Funktion und Lebensqualität haben. Durch ein multimodales interdisziplinäres geriatrisches Assessment werden die Problemfelder identifiziert. Durch gemeinsames Erarbeiten von realistischen Zielen für und mit dem Patienten und seinen Angehörigen wird ein multimodaler Behandlungssatz formuliert, der die verschiedensten Ebenen des Menschseins und die funktionellen, sozialen, psychischen, kognitiven, und spirituellen Aspekte berücksichtigt.
Durch unsere Klinik wird das geriatrische Assessment durchgeführt. Das geriatrische Assessment und Screening ist das zentrale und wissenschaftlich evaluierte Diagnostikinstrument der Geriatrie. Ziel ist es körperliche, geistige und soziale Funktionen und Aktivität sowie daraus entstehende Partizipationseinschränkungen zu erfassen. Es erfasst insbesondere in der kritischen Gruppe der über 80-Jährigen diejenigen, die absehbar besonders von geriatrischer Behandlung profitieren.
Das klinische Assessment erlaubt die Identifikation der geriatrischen Patienten. Auch die Zahl der hochbetagten Menschen im chronischen Endstadium steigt. Genau wie bei onkologischen Patienten haben diese Sterbenden einen hohen Bedarf an palliativer Betreuung. Die Schnittmenge zwischen Geriatrie und Palliativmedizin ist groß. Auch bei diesen Fragestellungen am Lebensende kann die Klinik für Geriatrie selbst kompetent antworten und die Behandlung übernehmen. Zwei Mitarbeiterinnen befinden sich in der Ausbildung zur Zusatzbezeichnung „Palliativmedizin“. Außerdem besteht ein enger Kontakt zur Abteilung für Anästhesie und der Palliativstation.
Neben dem kompletten Spektrum der Inneren Medizin ist die Klinik für Geriatrie Spezialist für folgende Erkrankungen und geriatrische Syndrome:
• Immobilität und verzögerte Remobilität
• Metabolische Instabilität
• Delir
• Sturz/Sturzabklärung und Folgen
• Lokomotorische Probleme (Synkope, Schwindel, Gangunsicherheit)
• multifaktorielle Gangstörungen und Immobilität
• akute und chronische Verwirrtheitszustände,
• Demenz
• Frailty (Gebrechlichkeit)
• Inkontinenz (Stuhl- und Urininkontinenz)
• Dekubitus
• Schlafstörungen
• chronische Schmerzen/Schmerztherapie
• Malnutrition (Fehl- und Mangelernährung)
• Exsikkose, Ess-, Trink- und Schluckstörungen, künstliche Ernährung
• Obstipation
• Kommunikationsstörung und seelisches Leiden
• Kognitive und neuropsychologische Probleme incl. Depression und Demenz
• Parkinson-Syndrom
• Hemiplegie-Symptomatik
• Osteoporose
• Failure-to-thrive-Syndrom
Eine weitere wichtige Aufgabe der geriatrischen Behandlung ist es, iatrogene Schäden durch Über-und Unterdiagnostik sowie Über-und Untertherapie zu erkennen und zu korrigieren.
Wir führen eine Gerontoprophylaxe einschließlich einer Ernährungs- und Hygieneberatung durch.
Außerdem werden Altersmisshandlungen erkannt und therapiert.
Zusammen mit den Ergotherapeuten erfolgen Testungen der Hirnleistungsfähigkeit unter Einsatz geeigneter Assessment-Instrumente.
Bei uns werden chronische Wunden therapiert und eingeschätzt.
Im Rahmen der Dysphagie-Diagnostik erfolgen Fiberendoskopische Untersuchungen (FEES) mit dem eigenen FEES-Gerät und weiterführende radiologische Verfahren sind ebenfalls möglich in unserer Radiologieabteilung.
Falls notwendig erfolgt die Anlage eine PEG-Sonde.
Suprapubische Harnableitungen werden bei entsprechender Indikation zusammen mit der Urologie vorgenommen.
In Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst erfolgen spezifische Maßnahmen zur Reintegration multimorbider Patienten in die häusliche Umgebung. Dabei werden rechtliche und ethische Grundlagen des geriatrischen Handelns (SGB V, SGB XI, Betreuungsrecht, Bundessozialhilfegesetz, Wille und mutmaßlicher Wille des alten Menschen, die Grenzen diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen sowie Palliativmaßnahmen) berücksichtigt.
Das Diabetesteam ist Teil der geriatrischen Abteilung und die Weiterbildung erfolgt unter Zusammenarbeit mit zwei Diabetesberatern sowie einem diabetesverantwortlichen Oberarzt sowie der Chefärztin. Behandelt werden alle Arten von Diabetes, hauptsächlich Typ 1 und Typ 2. Es werden Modulschulungen durchgeführt für Betroffene aber auch für Angehörige. Die Themen richten sich nach dem Wissensstand des jeweiligen Patientinnen/ Patienten und können so individuell angepasst werden.
Die Nephrologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit den Erkrankungen der Nieren befasst. Zu ihren Hauptaufgaben gehören die Diagnose und Behandlung von Nierenfunktionsstörungen, Bluthochdruck sowie die Betreuung von Patienten, die eine Dialyse oder eine Nierentransplantation benötigen.
Als Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie vermittelt Frau Dr. Kapper altersassoziierte nephrologische Veränderungen sowie entsprechende therapeutische Konzepte. Auf der interdisziplinären Intensivstation werden kontinuierliche Nierenersatzverfahren durchgeführt. In der Klinik für Visceralchirurgie werden Peritonealdialysekatheter implantiert. Die Weiterversorgung erfolgt in Zusammenarbeit mit der nephrologischen Praxis.
In Zusammenarbeit mit der Klinik für Urologie können Nierenbiopsien durchgeführt werden zur Diagnostik unklarer Nierenerkrankungen. Noch ist die Nierenbiopsie Standard bei unklaren Nierenerkrankungen.
Die Verbindung von Akutgeriatrie und Nephrologie in der Klinik für Innere Medizin 3 hat den Vorteil, dass aufgrund der längeren Liegedauer im Rahmen der GKT auch die Diagnostik und Therapie aufgrund der vielen Begleiterkrankungen der älteren Patienten berücksichtigt werden kann.
Im Rahmen der internistisch-nephrologische Weiterbildung werden die Teilnehmer befähigt zur integrativen internistischen Betreuung nephrologischer Patientinnen und Patienten, einschließlich der Behandlung akuter und chronischer Nierenerkrankungen, arterieller Hypertonie, Störungen des Wasser-, Elektrolyt- und Säure-Basenhaushaltes sowie zur Durchführung und Überwachung extrakorporaler Nierenersatzverfahren.
Zudem besteht eine enge Zusammenarbeit und ein Kooperationsvertrag mit der nephrologischen Dialysepraxis Zero in Neustadt.
Die Diabetologie im Hetzelstift (als Teilgebiet der Klinik für Innere Medizin III) unterstützt Patientinnen und Patienten mit einem Diabetes mellitus während des stationären Aufenthaltes bei ihrer Blutzuckereinstellung.
Das Diabetesteam betreut einerseits Patientinnen und Patienten, die aufgrund ihrer Diabetes mellitus stationär in der Klinik behandelt werden, andererseits unterstützt es Patientinnen und Patienten in ihrer Diabetestherapie, wenn sie wegen anderer gesundheitlicher Probleme stationär behandelt werden. Einen Schwerpunkt bildet die Begleitung der Patientinnen und Patienten vor und nach operativen Eingriffen. So arbeitet das Team interdisziplinär mit allen Fachabteilungen des Hauses zusammen.
Ein wichtiger Aufgabenbereich ist die Klassifizierung des Diabetestyps, um für jeden Patienten die individuelle Einstellung zu finden. Unser Angebot beinhaltet die entsprechende Beratung und die auf den jeweiligen Kranken passende Schulung.
Stationssekretariat: 06321 859-4300
Sarah Scherdel (Pflegerische Bereichsleitung), Tel.: 06321 859-4004, sarah.scherdel@marienhaus.de
Lisa Prüfe (Fachbereichsleitung, Geriatrische Fachkraft), Tel.: 06321 859-4300, lisa.pruefe@marienhaus.de
Auf der geriatrischen Station werden ältere Patientinnen und Patienten mit oft komplexen, multiplen Erkrankungen betreut. Ziel ist es, die Mobilität, Selbstständigkeit und Lebensqualität der Patientinnen und Patienten zu erhalten oder zu verbessern. Die ganzheitliche Pflege umfasst die Förderung der Mobilität, die Unterstützung bei der Ernährung, die Schmerztherapie sowie die Koordination von Therapien und Rehabilitationsmaßnahmen. Diese integrativen Maßnahmen sind zentrale Aufgaben im Pflegealltag und erfordern eine enge Zusammenarbeit zwischen Pflegekräften, Ärztinnen/ Ärzte und Therapeutinnen/Therapeuten.
Auf der geriatrischen Station ist zudem die sogenannte „Ausbildungsstation“ etabliert. Von Montag bis Freitag ist jeweils eine Praxisanleiterin oder Praxisanleiter eingeplant, der die Anleitung und Begleitung der Auszubildenden sicherstellt. Dabei steht nicht nur die praktische Versorgung der Patientinnen und Patienten im Vordergrund, sondern auch die Vermittlung von theoretischen Kenntnissen. Die Auszubildenden lernen, pflegerische Maßnahmen eigenständig zu planen, durchzuführen und zu dokumentieren. Durch die enge Begleitung der Praxisanleitung erhalten sie regelmäßig Feedback und können ihre Fähigkeiten gezielt weiterentwickeln. Zudem sind die Auszubildenden in das geriatrische Team der Station eingebunden. Sie nehmen an den wöchentlichen Geriatrie Sitzungen, Wundvisiten sowie Ärztevisiten teil und lernen, mit Ärztinnen/ Ärzte und Therapeutinnen/ Therapeuten zusammenzuarbeiten. Dies fördert ein umfassendes Verständnis der Patientenversorgung.
Ziel der Ausbildungsstation ist es, die Auszubildenden optimal auf den Berufsalltag vorzubereiten, ihnen Sicherheit im Umgang mit geriatrischen Patienten zu geben und ihre persönliche und fachliche Entwicklung gezielt zu fördern.