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Marienhaus Klinikum HetzelstiftNeustadt/Weinstraße
Marienhaus
Drei medizinische Fachkräfte in blauer und lila Schutzkleidung arbeiten gemeinsam an einem Patienten mit Beatmungsgerät und medizinischen Monitoren
Neun medizinische Fachkräfte in blauer Arbeitskleidung stehen in einem Krankenhausflur und lächeln in die Kamera
Drei medizinische Fachkräfte in Arbeitskleidung lächeln und unterhalten sich in einem hellen Raum
Drei medizinische Fachkräfte in Arbeitskleidung lächeln und unterhalten sich in einem hellen Raum

Zertifiziertes Darmzentrum

Bild der Marienhaus-Gruppe
Leitung
PD Dr. Christoph Justinger
Chefarzt Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie, Proktologie
06321 859-2001
06321 859-2009
visceralchirurgie.new@marienhaus.de
Persönliches Profil
Bild der Marienhaus-Gruppe
Leitung
Dr. Bettina Hartmann
Chefärztin Innere Medizin II
06321 859-4006
06321 859-4007
innere2.new@marienhaus.de
  • Sprechstunden
  • Team
  • Infomaterial
  • Zertifizierungen
  • ausblenden

Wir bieten spezielle Darmsprechstunden für Tumorpatienten, Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, Divertikulitis, familiärer Polyposis etc. an:

PD Dr. C. Justinger, Chefarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie, Proktologie
Tel. 06321 859-2001

Dr. Hartmann, Chefärztin Klinik für Innere Medizin 2, Gastroenterologie 
Tel. 06321 859-4006

Bild der Marienhaus-Gruppe
Oberarzt
Ekkehart Jonas

Zertifizierter Darmkrebsoperateur

06321 859-2001
06321 859-2009
ekkehart.jonas@marienhaus.de
Bild der Marienhaus-Gruppe
Oberärztin
Dr. Sarah Englert
06321 859-2001
06321 859-2009
sarah.englert@marienhaus.de
Bild der Marienhaus-Gruppe
Oberarzt
Hans Christian Kölbel

Koordinator Tumorkonferenz

06321 859-2001
06321 859-2009
hans.koelbel@marienhaus.de
Bild der Marienhaus-Gruppe
Assistenzärztin
Natascha Tschukewitsch
06321 859-2001
06321 859-2009
natascha.tschukewitsch@marienhaus.de
Bild der Marienhaus-Gruppe
Sabine Platen

Onkologische Fachpflegekraft, Pain Nurse, Praxisanleiterin

06321 859-8669
sabine.platen@marienhaus.de
Bild der Marienhaus-Gruppe
Abteilungsleitung
Barbara Prüfe

Leitung, Pflegeexperte Stoma, Inkontinenz, Wunde

06321 859-2990
06321 859-2009
barbara.pruefe@marienhaus.de
Infomaterial
Qualitätsbericht Deutsche Krebsgesellschaft_FAD-Z-119_bewertung_individuell
Qualitätsbericht Deutsche Krebsgesellschaft_FAD-Z-119_qualitaetsindikatoren_individuell
Zertifikat der Deutschen Krebsgesellschaft für das Interdisziplinäre Darmkrebszentrum Neustadt a.d. Weinstraße mit Unterschrift von Prof. Dr. M. Ghadimi
  • Kooperation und Kompetenz im Dienst Ihrer Gesundheit
  • Leistungsspektrum
  • Für die ärztlichen Kolleginnen und Kollegen
  • Kooperationspartner

Kooperation und Kompetenz im Dienst Ihrer Gesundheit

Darmzentrum Neustadt an der Weinstraße

Kooperation und Kompetenz im Dienst Ihrer Gesundheit

Eine Initiative des Krankenhauses Hetzelstift und seiner niedergelassenen Kooperationspartner.
Aufgrund der großen Erfahrung und exzellenten Qualität in der Darmchirurgie wurde unsere Klinik als Darmzentrum zertifiziert.

Wie funktioniert ein Darmzentrum?

Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebserkrankung in den westlichen Ländern. Nahezu  70 000  Neuerkrankungen jährlich werden in Deutschland registriert. Betroffene Patienten haben heute bei frühzeitiger Diagnosestellung und kompetenter Therapie gute Heilungschancen. Von großer Wichtigkeit für den Erfolg einer Darmkrebsbehandlung ist die Bündelung der Fachkompetenz der verschiedenen medizinischen Fachrichtungen im Rahmen eines Darmzentrums 
Im Darmzentrum Neustadt arbeiten Viszeralchirurgen, Gastroenterologen, Radiologen, Strahlentherapeuten, Pathologen und Onkologen zusammen. Mehrere endoskopisch tätige niedergelassene Internisten haben sich als Kooperationspartner dem Zentrum angeschlossen. 
Den Bedürfnissen einer erfolgreichen Prävention und wirkungsvollen Nachsorge wird damit ebenso Rechnung getragen, wie der am Stadium der Erkrankung orientierten Therapie. Jeder Patient des Darmzentrums wird gemeinsam   im  onkologischen   Arbeitskreis   (Tumorboard)   besprochen.  Es wird  für  Ihn ein an den aktuell gültigen Leitlinien der Tumortherapie    orientiertes und individuell angepasstes Behandlungskonzept erstellt. 
Dieses Konzept umfasst eine tumorgerechte Operation, eine eventuelle Bestrahlungsbehandlung zur Tumorverkleinerung vor einem chirurgischen Eingriff und/oder den zusätzlichen Einsatz von Chemotherapien nach der Operation, um damit die Heilungschancen des Patienten zu verbessern. 

Ganzheitliches Betreuungskonzept  

Zum Leistungsumfang unseres Darmzentrums gehört die Schmerztherapie, die Stomaberatung und Stomatherapie für stationäre und ambulante Patienten und eine psychologische Betreuung  durch unsere Psychoonkologin am Krankenhaus. Mitglieder ILCO Deutschland e.V., der Selbsthilfegruppe für Stomaträger und Menschen mit Darmkrebs stehen Ihnen auf Wunsch beratend zur Seite, ebenso wie unsere geprüften Diätassistentinnen. Tumorpatienten können auf die mitbetreuenden Dienste der Krankenhausseelsorge und des Sozialdienstes am Haus zurückgreifen. 
Patienten mit unheilbarem Tumorleiden und deren Angehörigen stehen die Betreuungsmöglichkeiten der palliativ-medizinischen Einrichtung und des ambulanten Hospiz am Krankenhaus Hetzelstift zur Verfügung. 
Von einer Krebserkrankung sind nicht nur die Patienten selbst betroffen, sondern die ganze Familie.
Erkrankt ein Elternteil mit kleinen oder jugendlichen Kindern an Krebs, stehen wir Ihnen selbstverständlich mit unserem Sozialdienst, unserer psychoonkologischen Betreuung oder unserer Seelsorge hilfreich zur Seite. 
Es ist wichtig, die Erkrankung nicht aus Schutzbedürfnis den Kindern gegenüber zu verheimlichen, sondern im Familienkreis zu thematisieren. 

Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Kind, geben Sie ihm altersentsprechende Informationen. Wir helfen Ihnen gerne. Weitere Informationen und Hilfen finden Sie auch über www.hilfe-fuer-kinder-krebskranker.de

Team von medizinischem Personal in weißen und blauen Kitteln steht in einem Krankenhausflur, daneben das Logo von Marien Haus und ein Emblem mit '15 Jahre Jubiläum'Ärztin führt Ultraschalluntersuchung bei Patientin durch, Arzt beobachtet, medizinischer UntersuchungsraumElf medizinische Fachkräfte in weißer und blauer Arbeitskleidung stehen in einem KrankenhausflurGruppe von zwölf medizinischen Fachkräften in blauen und weißen Kitteln vor einer Landschaft mit Bergen und Häusern

Leistungsspektrum

Wird Darmkrebs früh erkannt, sind die Heilungschancen sehr gut. Im Darmzentrum des Marienhaus-Klinikum-Hetzelstift werden Betroffene von der Früherkennung bis zur Nachsorge in allen relevanten Belangen betreut. Die Therapie bleibt so in einer Hand und eine geschlossene Versorgungskette ist vorhanden.

Um eine optimale Behandlung gewährleisten zu können, haben wir 2008 das Darmzentrum gegründet. Im Jahr 2009 wurde dieses als zweites Darmkrebszentrum in Rheinlandpfalz von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert.

Hierdurch kann eine optimale Behandlungsqualität durch den Zusammenschluss verschiedener interner und externer Kooperationspartner gewährleistet werden.

 

Das Behandlungsspektrum reicht von der Diagnostik über die Kollegen der Endoskopie und Radiologie, die chirurgische und onkologische sowie strahlentherapeutische Therapie sowie die begleitenden Therapien durch die Schmerztherapie, Physiotherapie, Seelsorge sowie Stomatherapie bis hin zur Nachsorge und der Betreuung im nachstationären Setting.

Im Rahmen der operativen Therapie steht uns mit dem DaVinci X ein Operationsroboter der neusten Generation zur Verfügung. Dieser gewährleistet ein optimales onkologisches Ergebnis sowie eine schnellere Mobilisierung und einen kürzeren stationären Aufenthalt. 
Weitere Informationen zum daVinci X finden Sie hier.

Im Anschluss an die Therapie stehen Nachsorge sowie die  Rehabilitation zur Verbesserung der Lebensqualität im Vordergrund. Durch das interdisziplinäre Angebot unserer Kollegen der Palliativmedizin, des stationären und ambulanten Hospizes sowie der Kollegen des Sozialdienstes steht auch im Anschluss an die stationäre Behandlung ein kompetentes Team für die Weiterbehandlung zur Verfügung.


Zur Aufrechterhaltung eines hohen qualitativen Standards beteiligen wir uns an wissenschaftlicher Forschung und sind Teil der folgenden Studien:

LARS-Studie - „Postoperative Betreuung von Patienten mit tiefem anterioren Resektionssyndrom (LARS) nach operativer Behandlung des Rektumkarzinoms“
Studie von Coloplast
Ziel: Verbesserung der Funktion und Lebensqualität nach Stomarückverlagerung durch regelmäßige Kontaktaufnahme  und Therapievorschläge bei LARS innerhalb des ersten Jahres nach Stomarückverlagerung

IDA-Studie - „Durch innovative Testverfahren Darmkrebs früher erkennen“
Studie des DKFZ
Ziel: Evaluation neuer Blut- und Stuhltests zur Früherkennung von Darmkrebs

PEARL-Studie - „Studie zur Prävention von Darmkrebs bei jungen Erwachsenen zwischen 18-49 Jahren“
Studie des DKFZ
Ziel: Identifikation von Risikofaktoren für Darmkrebs bei jungen Patienten à Entwicklung von Vorsorge und Früherkenung

EDIUM-Studie - Ergebnisqualität bei Darmkrebs: Identifikation von Unterschieden und Maßnahmen zur flächendeckenden Qualitätsentwicklung
Studie von DKG, Okozert, ADDZ, Ilco, imsb
Ziel: Ziel: Messung der Ergebnisqualität der Darmzentren in Bezug auf Patient-Reported Outcomes (PRO)

Ärztin untersucht Bauch eines älteren männlichen Patienten im Krankenhauszimmer, eine weitere Ärztin hält Patientenakten

Für die ärztlichen Kolleginnen und Kollegen

Unsere interdisziplinäre Tumorkonferenz findet mittwochs von 16 - 17Uhr im Konferenzraum der Radiologie im 1. Stock statt. Für die Teilnahme werden zwei Fortbildungspunkte gutgeschrieben. Im Interdisziplinären Tumorboard wird die Therapie von unseren Spezialisten festgelegt.

Eine Vorstellung nicht-stationärer Patienten ist jederzeit möglich.

Wir bitten um Anmeldung zur Tumorkonferenz bis dienstags 14 Uhr unter folgenden Rufnummern:

Frau Nabinger
Sekretariat Chefarzt PD Dr. C. Justinger
06321 859-2001

Koordinatoren:

Dr. Sarah Englert
06321 859-8428

Hans-Christian Kölbel
06321 859-8429

Natascha Tschukewitsch
06321 859-8423

Darmzentrum.new@marienhaus.de für Tumorkonferenz

Kollegendurchwahl Facharzt 06321 859-2400

Eine Anmeldung und Vorstellung von Notfallpatienten kann selbstverständlich auch kurzfristig erfolgen.

Ärzte und medizinisches Personal sehen sich Röntgenaufnahmen von Brustkorb und Lunge in einem Besprechungsraum an

Kooperationspartner

Interne Kooperationspartner

Gastroenterologie

Viszeralchirurgie

Anästhesiologie, Palliativmedizin, Schmerztherapie

Radiologie

Sozialdienst/Pflegeüberleitung

Stomatherapie

Psychoonkologie

Seelsorge

 

Externe Kooperationspartner:

JFK Medical Center
Dr. Janvier Kaba Finjap MPH, Dr. Stephanie Pahlke
 

GastroPraxis Pfalz
Prof. Dr. Herrmann Harder, Dr. Ana C. Harder 
 

Gastroenterologische Schwerpunktpraxis
Dr. Frank Paßberg
 

Radiologie Neustadt
Radiologie Neustadt an der Weinstraße MVZ GmbH
 

Institut für Pathologie Marienhaus MVZ Neuwied
Dr. med. Talal Aklan, Dr. med. Cassra Assemi-Kabir, Dr. med. Marc Wagenbach und Dr. med. Katja Schmahl
 

Institut für Pathologie am Klinikum Ludwigshafen
Direktor Herr Prof. Dr. Mindaugas Andrulis

Hämatologisch-Onkologische Schwerpunkt-und Gemeinschaftspraxis
Sebastian Schering, Dr. Gudrun Tauchmann
 

Strahlentherapie Rhein/Pfalz Praxis Neustadt
PD Dr. Holger Hof, Dr. Susanne Oertel
 

Humangenetik Ludwigshafen
Dr. Anne-Karin Kahlert
 

Ernährungsberatung
Andrea Hiller – Ernährungsberaterin
 

Selbsthilfegruppe Deutsche ILCO eV.

Hans-Jörg Bärschneider (Gruppe)
Telefon 06329 989094

Reiner Trippner (Besuchsdienst)
Telefon 06325 988599

Darmkrebs

Wie häufig ist Darmkrebs?
Dickdarmkrebs ist in Deutschland sowohl bei Frauen als auch bei Männern die zweithäufigste Krebserkrankung. Jährlich erkranken über 37.000 Männer und etwa 36.000 Frauen neu an Darmkrebs.
Ca. 10 % der Darmkrebserkrankungen sind familiär bedingt. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei Männern bei 69, bei Frauen bei 75 Lebensjahren. 

Wie entsteht Darmkrebs?
Krebszellen am Dickdarm entstehen hauptsächlich aus der Schleimhaut, nur sehr selten entsteht Darmkrebs aus dem Bindegewebe oder den Blutgefäßen (mesenchymal) oder aus dem Nervengewebe (neuroendokrin).
Es ist nachgewiesen, dass Dickdarmkrebs sich über die Zeit aus gutartigen Darmgeschwulsten (=Adenomen) entwickeln. In Vorsorgenprogrammen können die Geschwulste schon erkannt werden, solange sie noch kein bösartiges Wachstum zeigen.
Daher ist die Teilnahme an Vorsorgeprogrammen wichtig. 
Früherkennung von Darmkrebs 

Welche Warnsignale gibt es?
Meist ist die Krebserkrankung des Dickdarmes beschwerdearm und wird daher von den Patienten spät erkannt. Daher sind Vorsorgeuntersuchungen wichtig.

Warnsignale sind:

  •              Blut- oder Schleimabgänge beim Stuhlgang
  •             Stuhlunregelmäßigkeiten, zunehmende Stuhlverstopfung
  •             Unspezifische, krampfartige Beschwerden im Bauch

Hat sich der Krebs in Nachbarorgane fortgesetzt, entsteht eine entsprechende Symptomatik.

Wie stellt man Darmkrebs fest?
Neben Untersuchungen auf verstecktes Blut im Stuhl (Hämoccult-Test) ist die wichtigste Untersuchungsmethode die Darmspiegelung. Dabei kann der ganze Dickdarm eingesehen werden. Vorstufen des Darmkrebses (Polypen) können zumeist ohne Operation entfernt werden.

Kann Darmkrebs erblich sein?
90 % aller Darmkrebserkrankungen treten sporadisch auf, was bedeutet, dass sie nicht vererblich sind. 
Allerdings sind auch 10% genetisch bedingt. Sollten Sie den Verdacht haben, dass Darmkrebs in Ihrer Familie gehäuft auftritt, sprechen Sie uns bitte an. 
Wir beraten Sie und können Ihnen und Ihrer Familie eine entsprechende Diagnostik empfehlen. Unsere Kooperationspartner helfen Ihnen hier gerne weiter: 
www.humangenetik-lu.de
kahlert(at)humangenetik-lu.de

Gibt es andere Risikofaktoren für Dickdarmkrebs?
Die Wissenschaft diskutiert über die Steigerung des Dickdarmrisikos bei Übergewicht, bei Rauchern und durch den übermäßigen Genuss von rotem Fleisch sowie Ballaststoffmangel.
Studien weisen darauf hin, dass durch eine entsprechende Lebensumstellung eine Risikoreduktion möglich ist. 

Medizinisches Personal untersucht den Bauch eines älteren Mannes, der auf einer Liege sitzt.

Darmkrebs wird zumeist durch eine Darmspiegelung festgestellt und durch die Entnahme einer kleinen Probe bestätigt. Danach werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt, um festzustellen in welchem Stadium sich die Erkrankung befindet. Danach wird festgelegt welche Therapiemöglichkeiten es gibt. Bei den meisten Patienten ist die Operation mit Entfernung des Darmabschnitts, in dem der Tumor sitzt- zusammen mit den zugehörigen Lymphknoten, das primäre Ziel der Therapie. Als spezialisiertes Darmkrebszentrum schlagen Ihnen unsere Experten die für Ihre Erkrankung beste Therapieoption vor.

Wie teilt man den Darmkrebs ein?
Das Stadium des Dickdarmkrebses erkennt man aus der sogenannten TNM – Klassifikation, wobei das T-Stadium (T1-T4) der Tiefenausdehnung des Tumors entspricht, das N - Stadium (N0-N2) dem Lymphknotenbefall und das M – Stadium zeigt, ob schon Fernmetastasen entstanden sind. Das TNM-Stadium wird vom Pathologen festgelegt, der den operierten Darm untersucht. Nach dem TNM-Stadium wird festgelegt, ob und welche weiterführende Therapie notwendig ist. Erweitert wird die TNM-Klassifikation durch das UICC-Stadium und die Einteilung nach Dukes. 

Wie wird mein Tumorstadium festgestellt?
Ob Fernmetastasen vorliegen, wird bereits vor der Operation durch verschiedene Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen festgestellt. Das endgültige Tumorstadium legt allerdings nach der Operation der Pathologe fest: der vom Krebs befallene und vom Chirurgen entfernte Darmanteil wird unter dem Mikroskop untersucht, um das Tiefenwachstum und den Lymphknotenbefall auch mikroskopisch festzustellen.
Um das Gewebe unter dem Mikroskop untersuchen zu können, muss es in verschiedenen Schritten zunächst gehärtet, dann in dünne Scheiben geschnitten und eingefärbt werden. Für die verschiedenen Arbeitsgänge benötigt der Pathologe zwischen 3 und 5 Tagen. 

Wie streut Dickdarmkrebs?
Dickdarmkrebs streut entweder über den Blutweg (hämatogen) oder über die Lymphbahnen (lymphogen). Der Blutweg führt über die Leber, darüber in die Lunge, der Lymphweg über die einzelnen Lymphknotenpakete. 
Bei 5-10% der Patienten bestehen zum Diagnosezeitpunkt bereits Metastasen. Nach der vollständigen operativen und medikamentösen Behandlung können bei 20 – 40 % der Patienten aber noch spätere Metastasen auftreten. 

Brauche ich eine Chemotherapie?

Grundsätzlich ist jeder Patient verschieden, und die Notwendigkeit einer vorgeschalteten oder nachgeschalteten Chemotherapie wird der behandelnde Arzt auf jeden Patienten individuell anpassen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen folgenden Therapiearten: 

  •              vorgeschaltet, also neoadjuvant
  •             nachgeschaltet, also adjuvante 
  •             ergänzend, also palliativ. 

 

Neoadjuvante Radiochemotherapie
Beim tiefen Enddarmkarzinomen wird eine kombinierte Strahlen- und Chemotherapie vor die Operation vorgeschaltet. Bei Enddarmkrebs ist – im Gegensatz zu einer bösartigen Erkrankung des restlichen Dickdarmes – die Wirksamkeit der Strahlentherapie nachgewiesen. Führt man die Strahlentherapie vor der Operation durch, senkt man die Rezidivwahrscheinlichkeit und vermeidet eine Bestrahlung des frisch operierten Gebietes, so bleibt eine bessere Kontinenz gewährleistet.
Wann eine vorgeschaltete Therapie notwendig ist, entscheidet der behandelnde Arzt. 

Adjuvante Therapie
Nach einer Resektion im Gesunden ist in höheren Tumorstadien (z.B. bei Lymphknoten-Metastasierung oder nach Tumorperforation) eine anschließenden Chemotherapie sinnvoll, um einem Tumorrückfall oder einer Metastasierung vorzubeugen.
Hier berät sie der Onkologe zu dem Verhältnis zwischen Nutzen der Chemotherapie zu den möglichen Nebenwirkungen. 

Palliative Therapie
Bei nicht-kurabel zu operierendem Tumor ist es sinnvoll, frühzeitig eine palliative Chemotherapie einzuleiten. Hierdurch wird nicht nur die Lebensqualität, sondern auch  und Überlebenszeit verbessert. Auch hier berät sie der Onkologe über das sinnvolle Verhältnis vom Nutzen der Chemotherapie zu den möglichen Nebenwirkungen.

Patientenleitlinie Darmkrebs im fortgeschrittenen Stadium

Darmoperation
Primäres Ziel der Krebsoperation ist bei den meisten Patienten die Entfernung des bösartigen Tumors. Dabei wird ein Teil des Darmes mit den zugehörigen Lymphknoten entfernt. Die Operation wird von unseren Experten zumeist in minimalinvasiver Technik (laparoskopisch) durchgeführt. Auch der Operationsroboter (da Vinci) kommt bei Darmkrebsoperationen regelmäßig zum Einsatz und hilft hochpräzise und schonende Eingriffe durchzuführen.

 

Metastasenchirurgie
Dick- und Enddarmkrebs kann Tochtergeschwulste bilden. Diese treten zumeist in der Leber und der Lunge auf. Durch die vollständige Entfernung der Tumoren und Töchtergeschwülste (Metastasen) aus der Leber können Patienten dauerhaft geheilt werden. Unsere Klinik ist auf die Diagnostik und chirurgische Therapie von Tumoren der Leber spezialisiert und führt das gesamte Spektrum der modernen Leberchirurgie, einschließlich laparoskopischer (Schlüssellochchirurgie) Leberteilresektionen durch.

Zehn medizinische Fachkräfte in grüner OP-Kleidung und Hauben posieren in einem Operationssaal unter OP-Lampen

Wie häufig sollten Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt werden?
Ab dem 50. Lebensjahr werden jährliche Hämocculttests und ab dem 55. Lebensjahr 10-jährliche Darmspiegelungen empfohlen und auch von den Krankenkassen bezahlt. Bei Angehörigen von Darmkrebspatienten und bei Risikofamilien kann eine häufigere Untersuchung sinnvoll sein. 

Warum ist eine regelmäßige Nachsorge notwendig?
Wie jede andere Krebserkrankung kann der Dickdarmkrebs auch nach einer Operation oder nach einer Chemotherapie noch streuen oder wiederkommen. Das Nachsorgeprogramm soll Tumorrückfälle bereits in einem frühen Stadium erkennen, auch wenn Sie selber noch keine Symptome haben. Darmkrebs hat dann eine gute Chance, dass eine erneute vollständige Entfernung erfolgen kann. 

Wie oft muss ich nach dem Abschluss meiner Behandlung zur Nachsorge?
Für die Nachsorge nach der Behandlung einer Darmkrebserkrankung gibt es feste Schemata von der Deutschen Krebsgesellschaft. Anfangs werden Sie alle 3 Monate, dann mit größer werdenden Abständen zur Nachsorge gebeten. Halten Sie dieses Nachsorgeprogramm bitte ein, es ist wichtig, um eventuelle Rückfälle früh genug zu erkennen und einer Behandlung zuzuführen.
Sie erhalten von uns ein Merkblatt, in dem die Termine aufgelistet sind. Je nach Tumorstadium erhalten Sie auch nach der Behandlung einen grünen Paß, der Sie an die Nachsorge erinnert. 
Patientenleitlinie

Kontakt
Marienhaus Klinikum Hetzelstift Neustadt/Weinstraße
Stiftstraße 10
67434 Neustadt
Telefon (06321) 859-0
Fax (06321) 859-8009
e-Mail info@hetzelstift.de

Wir für Sie

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